Blog-Prophezeiungen - Denkwandel-Coaching

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Sind sich selbst erfüllende Prophezeiungen magische Momente, in denen wir die Zukunft vorhersagen? Schöner Gedanke und ich gestehe, dass ich mir auch mal aufgrund des Buches „Bestellungen beim Universum“ freie Parkplätze bestellt habe. Eine Zeit lang glaubte ich das funktioniert. Heute weiß ich, dass meine Wahrnehmung verzerrt war. Mit anderen Worten: waren alle Parkplätze belegt, habe ich nicht das Prinzip in Frage gestellt, sondern geglaubt, ich sei eine Minute zu früh oder zu spät und habe den Takt des Universums noch nicht richtig erkannt.
 
Was es tatsächlich mit diesem Phänomen auf sich hat, beschreibt die Neurowissenschaftlerin Tali Sharot in ihrem Buch „Das optimistische Gehirn“.
Die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen sind demnach keine Vorhersagen der Zukunft. Es ist vielmehr so, dass wir unseren Prophezeiungen gemäß handeln und uns entsprechend ausrichten. Wer z. B. eine Beförderung erwartet wird sich bei der Verteilung von neuen Aufgaben aktiver einbringen oder selbst Vorschläge machen, mehr Verantwortung zu übernehmen usw..Wer keine Beförderung erwartet macht mit seiner normalen Routine weiter.

Unser Verhalten wird davon bestimmt, wie wir die Welt sehen und weniger davon wie die Realität tatsächlich ist.
 
Diese Tatsache unterschätzen bzw. vergessen wir allzu oft im Alltag. Dabei liegt hier ein sehr großer Einflussfaktor auf unsere Gelassen- und Zufriedenheit. Deshalb mein Tipp: Pflegen Sie Ihre positiven Erwartungen, wo es Ihnen leicht fällt diese zu haben. Sie sind der Treibstoff für Ihr Handeln. Stellen Sie sich diese Ziele in den schönsten Farben vor.
 
Nehmen Sie Ihre negativen Erwartungen nicht länger hin, denn sie sind wie eine Bremse und erschweren das Erreichen Ihrer Ziele. Achten Sie darauf, nicht einfach nur die negative Erwartung in einen positiven Satz umzudrehen. Reden Sie positiv ohne davon innerlich überzeugt zu sein, verleugnen Sie Ihre Erfahrungen. Negative Prophezeiungen resultieren nämlich aus persönlichen Erfahrungen oder übernommenen Glaubenssätzen. Diese kann man nicht einfach weg reden, denn damit sind oft starke Gefühle verbunden. Was Sie aber sehr wohl machen können ist, ergebnisoffene Erwartungen zu haben.
Sich sagen, dass z. B. die bisherigen Absagen auf Ihre Bewerbungen Sie zwar annehmen lässt, dass wäre diesmal genauso, doch tatsächlich ist es so, dass Sie es nicht wissen. Die Chance einer Zusage ist genauso hoch. Die objektive Realität ist: mehrere Absagen sind mehrere Absagen und bedeuten nicht, man bekommt immer Absagen. Nach dieser Denkformel dürfte es sonst niemanden geben, der nach Absagen eine Zusage bekommt.  Der Standpunkt „ich weiß es nicht“ ist realistischer, als „das wird eh nix“.
 
Übrigens sind Coachinggespräche eine effektive Möglichkeit diese Realitäts-Check‘s zu lernen und die eigenen Bremsen immer wieder zu lösen.

Fazit:
Seinen negativen Erwartungen dauerhaft freien Lauf zu lassen bedeutet Kraftaufwand und kostet Selbstvertrauen, weil Sie unter Ihren Möglichkeiten agieren.
Neutrale Prophezeiungen zu haben ist ein machtvoller Weg, sich nicht länger von alten negativen Erfahrungen dominieren zu lassen.
Positives zu erwarten ist kein Garant, das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Doch garantiert ist der Weg leichter und Sie handeln selbstbewusster.




                                                                               

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